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Aktuelles

Inhalte zum geplanten 2. Corona Steuerhilfegesetz

Zuletzt aktualisiert am 25.09.2020 um 07:14.

 

Mit dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz werden nun die meisten Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom 3. Juni konkret umgesetzt, die auf den steuerlichen Bereich entfallen. Ziel der Maßnahmen ist insgesamt eine weitere finanzielle Entlastung der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen – aber auch von Eltern mit Kindern. Dieser Gesetzesentwurf soll bis 30.06.2020 durch den Bundesrat bestätigt werden, um am 01.07.2020 in Kraft zu treten.

Wir haben die Seite für Sie als Mandanten eingerichtet, um Sie so aktuell wie möglich über Neuerungen zu Wirtschaft/Steuern und zur aktuellen Form der Zusammenarbeit und unserer Erreichbarkeit zu informieren.

 

Wirtschaft/Steuern

Grundsätzlich unterstützt der Staat die Mitarbeiter derzeit mit Kurzarbeitergeld und die Unternehmen mit KfW-Krediten. Für diese Kredite müssen Sie mit Ihrer Hausbank Kontakt aufnehmen, die Ihnen einen Kredit geben sollte mit dem Sicherungsgeber der KfW Bank (Staat).

 

Inhalte des 2. Corona Steuerhilfegesetzes

Inhalte des 2. Corona Steuerhilfegesetzes im Überblick:

 

Mehrwertsteuersenkung:  Der reguläre Mehrwert- bzw. Umsatzsteuersatz soll befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 % sowie der ermäßigte Steuersatz von 7 auf 5 % gesenkt werden. Die sich bei der Umsetzung ergebenden Detailfragen sind noch nicht abschließend geklärt. Hierfür soll es begleitendes Anwendungsschreiben des BMF geben.

Für die Praxis ergeben sich schon jetzt Fragen wie:  Wer ist betroffen? Welche Umsätze sind davon betroffen? Wie groß ist der Umstellungsaufwand? 

Wir unterstützen Sie gerne persönlich bei der Umsetzung und Ermittlung der individuellen Folgen.  Sprechen Sie uns an!

Steuerliche Verlustverrechnung: Der steuerliche Verlustrücktrag soll für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. Euro bzw. – bei Zusammenveranlagung – auf 10 Mio. Euro erhöht werden. Zudem soll ein Mechanismus eingeführt werden, um den Verlustrücktrag unmittelbar finanzwirksam schon im Rahmen der Steuererklärung für das Jahr 2019 nutzbar zu machen. Auf Antrag soll bei der Steuerfestsetzung für den Veranlagungszeitraum 2019 pauschal ein Betrag in Höhe von 30 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte des Veranlagungszeitraums 2019 als vorläufiger Verlustrücktrag für 2020 abgezogen werden können.

Abschreibung für Wirtschaftsgüter: Es soll eine degressive Absetzung für Abnutzung in Höhe von 25 % eingeführt werden. Diese darf höchstens das Zweieinhalbfache der linearen Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens betragen, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden.

Fristverlängerung für Investitionsabzugsbeträge: Für in 2017 geltend gemachte Investitionsabzugsbeträge muss grundsätzlich eine Investition bis zum Jahr 2020 stattgefunden haben – ansonsten muss der Abzug rückgängig gemacht werden und eine Steuernachforderung für 2017 ggf. mit Zinsen zurückbezahlt werden. Zur Steigerung der Liquidität der Unternehmen wird die Frist wird für ein Jahr bis 2021 verlängert.

Fristverlängerung bei Reinvestitionsrücklagen nach 6b EStG: Die Frist für Reinvestitionen wird bei Rücklagen, die zu Stichtagen, die nach dem 28. Februar 2020 und vor dem 1. Januar 2021 liegen, spätestens aufgelöst werden müssen, um ein Wirtschaftsjahr verlängert. Dies soll der Vermeidung von erzwungenen Reinvestitionen dienen.

Einfuhrumsatzsteuer: Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer soll auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben werden.

Gewerbesteuer: Der Ermäßigungsfaktor für die Anrechnung der Gewerbesteuer auf die private Einkommensteuer wird von 3,8 auf 4,0 angehoben. Dadurch können im Einzelfall Privatpersonen zukünftig bei Hebesätzen bis zu 420 Prozent vollständig von der Gewerbesteuer entlastet werden.

Bei der Gewerbesteuer soll der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände des § 8 Nr. 1 GewStG auf 200.000 Euro erhöht werden.

Steuerliche Forschungszulage: Die maximale Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage soll im Zeitraum von 2020 bis 2025 auf 4 Mio. Euro erhöht werden.

Dienstwagenbesteuerung: Bei der Besteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen, die keine Kohlendioxidemission je gefahrenem Kilometer aufweisen, soll der Höchstbetrag des Bruttolistenpreises von 40.000 Euro auf 60.000 Euro erhöht werden.

Einfuhrumsatzsteuer: Die Fälligkeit wird auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben. So soll neben dem Liquiditätsvorteil eine Verrechnung mit etwaigen Vorsteuerguthaben möglich sein.

Kinderbonus: Für jedes kindergeldberechtigte Kind wird ein einmaliger Kinderbonus von 300 € gewährt. Zur Verwaltungsvereinfachung soll der Bonus grundsätzlich in zwei gleichen Teilen von jeweils 150 € im September und Oktober 2020 ausbezahlt werden. Steuerlich gelten für den Kinderbonus alle Vorschriften, die auch für das Kindergeld gelten.

Unterstützung für Alleinerziehende: Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird für die Jahre 2020 und 2021 von derzeit 1.908 € auf 4.008 € angehoben. Der Erhöhungsbetrag pro weiterem Kind in Höhe von 240 € bleibt unverändert.

Verjährung von Steuerhinterziehungen: In § 375a der Abgabenordnung (AO) soll geregelt werden, dass bei Steuerhinterziehung trotz Erlöschens des Steueranspruchs nach § 47 AO eine Einziehung rechtswidrig erlangter Taterträge nach § 73 des Strafgesetzesbuches angeordnet werden kann. Nach § 376 Absatz 3 AO soll die Grenze der Verfolgungsverjährung bei besonders schweren Fällen auf das Zweieinhalbfache der gesetzlichen Verjährungsfrist verlängert werden. Dies würde auf eine Verjährung nach maximal 25 statt wie bisher 20 Jahren hinauslaufen.

Unterstützung und Sicherung der Mitarbeiter (Kurzarbeit)

 

 

 

 

 

Hinweise sowie die erleichterten Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld:

  • Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.

  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet. Die Erleichterungen sind bis zum 31.12.2020 befristet

Hier verschiedene Links zu weiteren Informationen:

a) FAQ Liste zu Kurzarbeit- und Kurzarbeitergeld 

b) Kurzarbeitergeld beantragen – hier der aktuelle Link

c) Merkblatt zur Kurzarbeit für Unternehmen


 

 

Unterstützung vom Bund für Freiberufler, Selbstständige und Kleinstunternehmer

Dieses Programm ist als Ergänzung der bereits bestehenden Länderprogramme vorgesehen, wobei die Länder unterschiedlich vorgehen.

Bei einigen Bundesländern wie Bayern und Sachsen kann die Soforthilfe vom Bund parallel zum Länderprogramm beantragt werden.

Bitte schauen Sie bei uns in den Rubriken Ihres Bundeslandes nach.

 

Für wen gibt es den Zuschuss?

Der Zuschuss ist speziell für Freiberufler, Solo-Selbstständige und Kleinstunternehmen mit wenigen Mitarbeitern (vermutlich bis max. 10 Mitarbeiter) geplant. Wenn ihr also in diese Gruppe gehört, verfolgt die Meldungen zu dem Zuschuss aufmerksam.

Zuschuss in welcher Höhe?

- bis 5 Mitarbeiter: 9.000 Euro und

- bei bis zu 10 Mitarbeitern bis zu 15.000 Euro vorgesehen.

Der Zuschuss soll helfen, laufenden Kosten wie bspw. Miete zu tragen (zur Reduzierung der Personalkosten gibt es das Kurzarbeitergeld).

Wie kann der Zuschuss beantragt werden?

Siehe dazu die Länderprogramme.

 

 

Anträge bei den Hausbanken für KfW-Hilfskredite (Bund)

Welche Unterlagen müssen vorgelegt werden:

1. Kurze schriftliche Beschreibung der Auswirkungen der Pandemie auf das Unternehmen.

2. Jahresabschlüsse / Einnahmen- und Überschussrechnungen der Jahre 2017 und 2018.

3. Betriebswirtschaftliche Auswertung 2019 (inklusive der Summen- und Saldenliste) & Selbstauskunft.

4. Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- udn Liquiditätsplanugn für die nächsten 12 Monate & ein Vorschlag für den Eigenbeitrag des Gesellschafters.

 

Kredite – Sonderprogramme der KfW

Wir stellen Ihnen hier nur die Möglichkeiten vor, dioe für unsere Mandatschaft in Frage kommen könnte. Bitte schauen Sie auch in unsere Hinweise zu den Ländern Bayern und Sachsen! 

Der Staat unterstützt Kreditausreichungen durch erhöhte Bürgschaften. Diese stellen dabei eine Haftungsübernahme des Staats für die neu ausgereichten Kredite der Hausbank dar und erleichtern damit die Darlehensgewährung.

Entscheidungen sollen durch die Bürgschaftsbanken binnen drei Tagen bei Beträgen bis 250.000 Euro erfolgen.

Wichtig: Die Antragstellung der Mittel erfolgt aber über die Hausbank. Diese prüft auch die Bonität, notwendige Sicherheiten und legt die Konditionen fest. Mögliche Kreditanträge sind daher frühzeitig und vorausschauend zu stellen. Für den Kreditantrag sind auch in der derzeitigen Situation die üblichen Unterlagen wie bspw. Informationen zu den wirtschaftlichen Verhältnissen, Planungsrechnungen usw. unabdingbar.

KFW / Ausweitung bestehender Kreditprogramme (Sonderprogramm 2020) Link

Seit dem 23.03.2020 kann bei Ihrer Bank oder Sparkasse ein Kredit für Investitionen und Betriebsmittel in den nachfolgenden ausgeweiteten Programmen beantragt werden, sofern Sie bis zum 31.12.2019 nicht in finanziellen Schwierigkeiten waren.

1. Unternehmen älter fünf Jahre: „KfW-Unternehmerkredit“

Wenn Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen, übernimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank. Das erhöht die Chance einer Kreditzusage der Hausbank. 

  • Für große Unternehmen bis zu 80 % Risikoübernahme.
  • Für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 % Risikoübernahme.

2. Unternehmen jünger fünf Jahre:

„ERP-Gründerkredit-Universell“ Wenn Ihr Unternehmen mindestens 3 Jahre am Markt aktiv2 ist, können Sie einen Kredit für Investitionen und Betriebsmittel beantragen. Dabei übernimmt die KfW einen Teil des Risikos Ihrer Bank:

  • Für große Unternehmen bis zu 80 % Risikoübernahme.
  • Für kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 % Risikoübernahme.

Der Kredithöchstbetrag ist begrenzt auf

  • 25 % des Jahresumsatzes 2019 oder
  • das doppelte der Lohnkosten von 2019 oder
  • den aktuellen Finanzierungsbedarf für die nächsten 18 Monate bei kleinen und mittleren Unternehmen bzw. 12 Monate bei großen Unternehmen.

Sofern das Unternehmen weniger als drei Jahre am Markt aktiv ist, kann bis zu einem Betrag von max. 100 T€ das Programm „Startgeld“ der KFW beantragt werden. Haftungsfreistellungen bis 80% sind möglich.  Laufzeitvarianten (in beiden Programmen):

bei Betriebsmittel- und Warenlagerfinanzierungen

  • bis zu 2 Jahre mit Tilgung in einer Summe am Laufzeitende (endfällig)
  • bis zu 5 Jahre bei höchstens 1 Tilgungsfreijahr bei Investitionsfinanzierungen und Übernahmen oder tätiger Beteiligung
  • bis zu 5 Jahre bei höchstens 1 Tilgungsfreijahr.

Längere Laufzeiten werden in beiden Programmen - unabhängig davon, ob eine Haftungsfreistellung beantragt wird - bis auf Weiteres nicht mehr angeboten.

Für das KfW Sonderprogramm 2020 kommt ein vereinfachtes Verfahren bei der Risikoprüfung zur Anwendung.

Finanzierungshilfen des Landes Bayern

Welche Unterlagen müssen bei allen Kreditanträgen vorgelegt werden:

1. Kurze schriftliche Beschreibung der Auswirkungen der Pandemie auf das Unternehmen.

2. Jahresabschlüsse / Einnahmen- und Überschussrechnungen der Jahre 2017 und 2018.

3. Betriebswirtschaftliche Auswertung 2019 (inklusive der Summen- und Saldenliste) & Selbstauskunft.

4. Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- udn Liquiditätsplanugn für die nächsten 12 Monate & ein Vorschlag für den Eigenbeitrag des Gesellschafters.

Bitte beachten Sie: Jede Kreditentscheidung der Hausbank stellt eine individuelle Kreditentscheidung dar. Gegebenenfalls sind dafür weitere Unterlagen und Informationen erforderlich.

 

1. Universalkredit bzw. Akutkredit der LfA Förderbank Bayern

Im Rahmen des Schutzschildverfahrens für die bayrische Wirtschaft wurde die Haftungsfreistellung bei den Programmen Universalkredit und Akutkredit auf 80% erhöht. Es kann sein, dass sich die Haftungsfreistellung auf 100 % erhöhen wird.

Alternative dazu: Es kann auch eine Bürgschaft bei den in Anspruch genommen werden. Bei Bürgschaften für Handwerk, Handel, Hotel und Gaststätten sowie Gartenbau ist die Bürgschaftsbank Bayern zuständig . Link 

 

2. Sonderprogramm Corona-Schutzschirm-Kredit der LfA Förderbank Bayern

Für Unternehmen, die durch die Corona-Krise in vorübergehende Finanzierungsschwierigkeiten geraten sind, stellt die LfA Förderbank Bayern mit dem Corona-Schutzschirm-Kredit ein neues Programm zur Verfügung. Die wichtigsten Eckpunkte des Corona-Schutzschirm-Kredits sind:

    • Ausreichung auch an Unternehmen, die derzeit Corona-bedingt nach EU-Definition als Unternehmen in Schwierigkeiten einzustufen sind, sofern sie zum Stichtag 31.12.2019 noch nicht in Schwierigkeiten waren
    • Antragstellerkreis: gewerbliche Unternehmen bis 500 Mio. EUR Jahresumsatz und freiberuflich tätig > Verwendungszweck: Investitionen und Betriebsmittelbedarf (inkl. planmäßig zu erbringender Kapitaldienst bis Ende 2020) > Darlehensbetrag: 10.000 Euro bis 10 Mio. Euro
    • Haftungsfreistellung: obligatorisch 90 % Standard-Laufzeittypen:
    • 2 Jahre endfällig
    • 6 Jahre mit 2 Tilgungsfreijahren (auf bis zu 2 Jahre Laufzeit und 1 Tilgungsfreijahr änderbar).

Anträge für den neuen Corona-Schutzschirm-Kredit können ab 07.04.2020 über die Hausbank bei der LfA eingereicht werden. Die Zinssätze betragen je nach Preisklasse zwischen 1,00-1,37 %.

 

3. Tilgungsaussetzungen LfA Förderbank Bayern

Für bestehende LfA-Darlehen mit Haftungsfreistellung bieten die LfA in der Corona-Krise ab sofort eine einfache und schnelle Lösung zur Aussetzung von bis zu vier Tilgungsraten. Die Hausbank kann ohne Beifügung weiterer Unterlagen dabei die Tilgungsaussetzung beantragen.

Unterstützung von sächsischen Betrieben (Bundesprogramm/Landesprogramm)

Soforthilfe bis 15.000 Euro (Bundesprogramm)

 

Antragstellung ist in elektronischer Form möglich. Alternativ ist auch eine Antragstellung in Papierform möglich.

 

Antragsberechtigt sind SoloSelbständige, Angehörige der Freien Berufe im Haupterwerb und kleine Unternehmen mit bis zu 10,0 Beschäftigten (Vollzeitäquivalent) mit Sitz oder Betriebsstätte in Sachsen und durch die Corona-Pandemie in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten ist, die seine Existenz bedrohen.

 

Nicht gefördert werden öffentliche Unternehmen und Unternehmen, die zum 31. Dezember 2019 in Schwierigkeiten gemäß Art. 2 Abs. 18 der Allgemeinen Gruppenfreistellungsverordnung gewesen sind.

 

Eine existenzgefährdende Wirtschaftslage wird angenommen, wenn die fortlaufenden Einnahmen aus dem Geschäftsbetrieb des Antragsstellers voraussichtlich nicht ausreichen, um die Verbindlichkeiten in den auf die Antragstellung folgenden drei Monaten aus dem erwerbsmäßigen Sach- und Finanzaufwand (bspw. gewerbliche Mieten, Pacht, Leasingraten) zu zahlen (Liquiditätsengpass).

 

Für den Fall, dass dem Antragsteller im Antragszeitraum ein Miet- bzw. Pachtnachlass von mindestens 20 % gewährt wurde, kann er den fortlaufenden betrieblichen Sach- und Finanzaufwand nicht nur für drei, sondern für fünf Monate ansetzen. Eine nachträgliche Senkung der Miete oder Pacht führen nicht zu einer Rückforderung.

 

Der Soforthilfe-Zuschuss ist gestaffelt nach der Zahl der Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) und beträgt, in Abhängigkeit des erklärten Liquiditätsengpasses:

bis zu 5 Erwerbstätige 9.000 Euro

bis zu 10 Erwerbstätige 15.000 Euro

 

Anträge können bis spätestens 31. Mai 2020 bei der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB) gestellt werden.

Finanzierungshilfen des Landes Sachsen / Infektionsschutzgesetz

Welche Unterlagen müssen bei allen Kreditanträgen vorgelegt werden:

1. Kurze schriftliche Beschreibung der Auswirkungen der Pandemie auf das Unternehmen.

2. Jahresabschlüsse / Einnahmen- und Überschussrechnungen der Jahre 2017 und 2018.

3. Betriebswirtschaftliche Auswertung 2019 (inklusive der Summen- und Saldenliste) & Selbstauskunft.

4. Ermittlung des Kreditbedarfs anhand einer Maßnahmen- udn Liquiditätsplanugn für die nächsten 12 Monate & ein Vorschlag für den Eigenbeitrag des Gesellschafters.

Bitte beachten Sie: Jede Kreditentscheidung der Hausbank stellt eine individuelle Kreditentscheidung dar. Gegebenenfalls sind dafür weitere Unterlagen und Informationen erforderlich.

 

1. Soforthilfen in Form von Entschädigungszahlungen (Infektionsschutzgesetz)

Sächsische Betriebe, Selbstständige und Freiberufler, die aufgrund des Corona-Virus offiziell unter Quarantäne gestellt werden, einem Tätigkeitsverbot unterliegen und dadurch einen Verdienstausfall erleiden, können über die Landesdirektion Sachsen eine Entschädigung beantragen. Anträge unter folgendem Link .

Ein Antrag ist nur möglich, wenn eine Quarantäneanordnung den speziellen Betrieb betrifft; nämlich aufgrund einer konkreten Erkrankung bzw. eines konkreten Verdachts.

BEACHTE:

Betriebsschließungen aufgrund von Vorsichtsmaßnahmen basierend auf einer  Allgemeinverfügung, ohne dass eine Infektion oder ein Verdacht im Betrieb vorliegen, stellen keine Voraussetzung dar, das Infektionsschutzgesetz in Anpsruch nehmen zu können. 

In einem solchen Fall wäre die Beantragung von Kurzarbeitergeld zielführender.

 

 

2. Sofortprogramm für kleine Unternehmen (Liquiditätshilfedarlehen)

Antragberechtigt sind Einzelunternehmer (Solo-Selbständige), Kleinstunternehmen und Freiberufler mit Sitz oder einer Betriebsstätte in Sachsen, mit einem Jahresumsatz oder Jahresbilanz bis zu 1 Mio. EUR (bezogen auf den 31.12.2019). Dazu zählen insbesondere auch das Handwerk, der Handel, die Dienstleister und die Kultur- und Kreativwirtschaft.

Gefördert wird der Liquiditätsbedarf bei Unternehmen, die aufgrund der Auswirkungen des Coronavirus mit unverschuldeten Umsatzrückgängen konfrontiert sind.

Nicht gefördert werden Selbstständige, die die Tätigkeit im Nebenerwerb ausüben, Unternehmen, die in der Fischerei oder der Aquakultur tätig sind und Unternehmen, die in der Primärerzeugung landwirtschaftlicher Erzeugnisse tätig sind.

Voraussetzung ist, dass das Unternehmen per 31.12.2019 wirtschaftlich gesund war und der prognostizierte Umsatzrückgang für das laufende Geschäftsjahr aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise mindestens 20 % beträgt.

Darlehenskonditionen:

  • Darlehenshöhe in der Regel mind. 5.000 EUR bis max. 50.000 Euro. In Ausnahmefällen bis zu 100.00 Euro 4 Monate nach Regeldarlehen, wenn nachweisbar höherer Bedarf erforderlich ist.
  • Bis zu 3 Jahre tilgungsfrei. Sondertilgungen jederzeit möglich.
  • Laufzeit 10 Jahre  
  • Zinslos
  • Es werden keine Sicherheiten bestellt.

Anträge sind schriftlich direkt bei der Sächsischen Aufbaubank - Förderbank -  einzureichen. (Formulare).

Eine Online-Lösung für die Antragstellung wird derzeit vorbereitet. Nähere Auskunft erhalten Sie auch unter der Hotline: 0351 49 10 11 00.

 

3. Darlehen zur Liquiditätshilfe und staatliche Bürgschaften

Für alle sächsischem Unternehmen gibt es daneben Fördermöglichkeiten wie zinssubventionierte Liquiditätshilfe-Darlehen, staatliche Bürgschaften und mehr, um Liquiditätsschwierigkeiten zu überbrücken. Dabei handelt es sich um die bereits bestehenden Programme. Weitere Informationen finden Sie hier: dem folgenden Link.

Grundsicherung / Förderung Homeoffice (Bundesmittel)

 

1. Selbständige erhalten einen leichteren Zugang zur Grundsicherung. Damit sollen Lebensunterhalt und Unterkunft in der Krise trotz Verdienstausfall gesichert werden - ebenso bspw. der Verbleib in der eigenen Wohnung. Antragstellerinnen und Antragsteller auf Grundsicherung müssen in den nächsten Monaten weder Vermögensverhältnisse offenlegen noch ihr Vermögen antasten. Nähere Informationen finden sie auf den Seiten der Bundesagentur für Arbeit: Link

 

2. Digitalisierung – Förderung Homeoffice-Arbeitsplätze

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat das Förderprogramm go-digital (Digitalisierte Geschäftsprozesse und IT-Sicherheit) als Reaktion auf die aktuelle Corona-Situation erweitert.

Zusätzlich wird ab sofort die Einrichtung von Homeoffice-Arbeitsplätzen im Zuge der Beratungsleistungen mit gefördert.

Hierzu zählen der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware. Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht, ist ebenfalls förderfähig. Von der Förderung weiterhin ausgeschlossen sind reine Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware.

Darüber hinaus hat das BMWi die Einschränkung eines vorzeitigen Maßnahmenbeginns gelockert, so dass nun in diesem Zusammenhang ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn durchgeführt werden kann. So sollen die begünstigten Unternehmen, die aufgrund der aktuellen Entwicklungen mit zeitkritischen, wirtschaftlichen Effekten konfrontiert werden schnell und kostengünstig Maßnahmen ergreifen, um zielgerichtet und sichere Homeoffice-Arbeitsplätze einzurichten.

Antragsberechtigt sind Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft einschließlich des Handwerks, die

  • weniger als 100 Mitarbeiter haben
  • im Jahr vor dem Vertragsabschluss einen Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme von höchstens 20 Millionen Euro haben und
  • eine Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung besitzt.

Das Unternehmen muss eine Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland haben und darf zusammen mit seinen „Partnerunternehmen“ und „verbundenen Unternehmen“ die zuvor genannten Voraussetzungen für Mitarbeiterzahl und Jahresumsatz oder Bilanzsumme nicht überschreiten.

 

Gefördert werden Beratungsleistungen sowie bspw. auch die Einrichtung von Homeoffice-Plätz mit einem Fördersatz von 50 Prozent auf eine maximale Beratungsleistung von 33.000 Euro.

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