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Aktuelles

Inhalte zum geplanten 2. Corona Steuerhilfegesetz

Zuletzt aktualisiert am 15.12.2020 um 14:09.

 

Mit dem Zweiten Corona-Steuerhilfegesetz werden nun die meisten Beschlüsse des Koalitionsausschusses vom 3. Juni konkret umgesetzt, die auf den steuerlichen Bereich entfallen. Ziel der Maßnahmen ist insgesamt eine weitere finanzielle Entlastung der von der Coronakrise betroffenen Unternehmen – aber auch von Eltern mit Kindern. Dieser Gesetzesentwurf soll bis 30.06.2020 durch den Bundesrat bestätigt werden, um am 01.07.2020 in Kraft zu treten.

Wir haben die Seite für Sie als Mandanten eingerichtet, um Sie so aktuell wie möglich über Neuerungen zu Wirtschaft/Steuern und zur aktuellen Form der Zusammenarbeit und unserer Erreichbarkeit während Covid-19 und Weihnachten zu informieren.

 

Wirtschaft/Steuern

Grundsätzlich unterstützt der Staat die Mitarbeiter derzeit mit Kurzarbeitergeld und die Unternehmen mit KfW-Krediten. Für diese Kredite müssen Sie mit Ihrer Hausbank Kontakt aufnehmen, die Ihnen einen Kredit geben sollte mit dem Sicherungsgeber der KfW Bank (Staat).

 

Verlängerung zur Offenlegung von Jahresabschlüssen 2019 bis vor 1.3.2021 Unterstützung und Sicherung der Mitarbeiter (Kurzarbeit)

 

 

 

 

 

Hinweise sowie die erleichterten Zugangsregeln für das Kurzarbeitergeld:

  • Anspruch auf KUG besteht, wenn mindestens 10 Prozent der Beschäftigten einen Arbeitsentgeltausfall von mehr als 10 Prozent haben.

  • Anfallende Sozialversicherungsbeiträge für ausgefallene Arbeitsstunden werden zu 100 Prozent erstattet.
  • Der Bezug von KUG ist bis zu 12 Monate möglich.
  • Leiharbeitnehmerinnen und Leiharbeitnehmer können ebenfalls in Kurzarbeit gehen und haben Anspruch auf KUG.
  • In Betrieben, in denen Vereinbarungen zur Arbeitszeitschwankungen genutzt werden, wird auf den Aufbau negativer Arbeitszeitkonten verzichtet. Die Erleichterungen sind bis zum 31.12.2020 befristet

Hier verschiedene Links zu weiteren Informationen:

a) FAQ Liste zu Kurzarbeit- und Kurzarbeitergeld 

b) Kurzarbeitergeld beantragen – hier der aktuelle Link

c) Merkblatt zur Kurzarbeit für Unternehmen


 

 

DHZ: Ausbildungsprämie nachgebessert: Welche Voraussetzungen jetzt geltenSZ: Wer mit welchen Wirtschaftshilfen rechnen kannBMF/BMWi: Hilfe für von den erweiterten Schließungen betroffene Unternehmen (verbesserte Überbrückungshilfe III) BMWi & BMF: Fragen und Antworten zur Überbrückungshilfe II Stand aktualisiert (Stand 10.12.2020)Home-Office-Pauschale: Fünf Euro pro Tag – Wirtschaft – SZ.deBMWi & BMF: Fragen und Antworten zu den Novemberhilfen aktualisiert (Stand 10.12.20)Inhalte des 2. Corona Steuerhilfegesetzes

Inhalte des 2. Corona Steuerhilfegesetzes im Überblick:

 

Mehrwertsteuersenkung:  Der reguläre Mehrwert- bzw. Umsatzsteuersatz soll befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 von 19 auf 16 % sowie der ermäßigte Steuersatz von 7 auf 5 % gesenkt werden. Die sich bei der Umsetzung ergebenden Detailfragen sind noch nicht abschließend geklärt. Hierfür soll es begleitendes Anwendungsschreiben des BMF geben.

Für die Praxis ergeben sich schon jetzt Fragen wie:  Wer ist betroffen? Welche Umsätze sind davon betroffen? Wie groß ist der Umstellungsaufwand? 

Wir unterstützen Sie gerne persönlich bei der Umsetzung und Ermittlung der individuellen Folgen.  Sprechen Sie uns an!

Steuerliche Verlustverrechnung: Der steuerliche Verlustrücktrag soll für die Jahre 2020 und 2021 auf 5 Mio. Euro bzw. – bei Zusammenveranlagung – auf 10 Mio. Euro erhöht werden. Zudem soll ein Mechanismus eingeführt werden, um den Verlustrücktrag unmittelbar finanzwirksam schon im Rahmen der Steuererklärung für das Jahr 2019 nutzbar zu machen. Auf Antrag soll bei der Steuerfestsetzung für den Veranlagungszeitraum 2019 pauschal ein Betrag in Höhe von 30 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte des Veranlagungszeitraums 2019 als vorläufiger Verlustrücktrag für 2020 abgezogen werden können.

Abschreibung für Wirtschaftsgüter: Es soll eine degressive Absetzung für Abnutzung in Höhe von 25 % eingeführt werden. Diese darf höchstens das Zweieinhalbfache der linearen Abschreibung für bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens betragen, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt werden.

Fristverlängerung für Investitionsabzugsbeträge: Für in 2017 geltend gemachte Investitionsabzugsbeträge muss grundsätzlich eine Investition bis zum Jahr 2020 stattgefunden haben – ansonsten muss der Abzug rückgängig gemacht werden und eine Steuernachforderung für 2017 ggf. mit Zinsen zurückbezahlt werden. Zur Steigerung der Liquidität der Unternehmen wird die Frist wird für ein Jahr bis 2021 verlängert.

Fristverlängerung bei Reinvestitionsrücklagen nach 6b EStG: Die Frist für Reinvestitionen wird bei Rücklagen, die zu Stichtagen, die nach dem 28. Februar 2020 und vor dem 1. Januar 2021 liegen, spätestens aufgelöst werden müssen, um ein Wirtschaftsjahr verlängert. Dies soll der Vermeidung von erzwungenen Reinvestitionen dienen.

Einfuhrumsatzsteuer: Die Fälligkeit der Einfuhrumsatzsteuer soll auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben werden.

Gewerbesteuer: Der Ermäßigungsfaktor für die Anrechnung der Gewerbesteuer auf die private Einkommensteuer wird von 3,8 auf 4,0 angehoben. Dadurch können im Einzelfall Privatpersonen zukünftig bei Hebesätzen bis zu 420 Prozent vollständig von der Gewerbesteuer entlastet werden.

Bei der Gewerbesteuer soll der Freibetrag für die Hinzurechnungstatbestände des § 8 Nr. 1 GewStG auf 200.000 Euro erhöht werden.

Steuerliche Forschungszulage: Die maximale Bemessungsgrundlage der steuerlichen Forschungszulage soll im Zeitraum von 2020 bis 2025 auf 4 Mio. Euro erhöht werden.

Dienstwagenbesteuerung: Bei der Besteuerung der privaten Nutzung von Dienstwagen, die keine Kohlendioxidemission je gefahrenem Kilometer aufweisen, soll der Höchstbetrag des Bruttolistenpreises von 40.000 Euro auf 60.000 Euro erhöht werden.

Einfuhrumsatzsteuer: Die Fälligkeit wird auf den 26. des zweiten auf die Einfuhr folgenden Monats verschoben. So soll neben dem Liquiditätsvorteil eine Verrechnung mit etwaigen Vorsteuerguthaben möglich sein.

Kinderbonus: Für jedes kindergeldberechtigte Kind wird ein einmaliger Kinderbonus von 300 € gewährt. Zur Verwaltungsvereinfachung soll der Bonus grundsätzlich in zwei gleichen Teilen von jeweils 150 € im September und Oktober 2020 ausbezahlt werden. Steuerlich gelten für den Kinderbonus alle Vorschriften, die auch für das Kindergeld gelten.

Unterstützung für Alleinerziehende: Der Entlastungsbetrag für Alleinerziehende wird für die Jahre 2020 und 2021 von derzeit 1.908 € auf 4.008 € angehoben. Der Erhöhungsbetrag pro weiterem Kind in Höhe von 240 € bleibt unverändert.

Verjährung von Steuerhinterziehungen: In § 375a der Abgabenordnung (AO) soll geregelt werden, dass bei Steuerhinterziehung trotz Erlöschens des Steueranspruchs nach § 47 AO eine Einziehung rechtswidrig erlangter Taterträge nach § 73 des Strafgesetzesbuches angeordnet werden kann. Nach § 376 Absatz 3 AO soll die Grenze der Verfolgungsverjährung bei besonders schweren Fällen auf das Zweieinhalbfache der gesetzlichen Verjährungsfrist verlängert werden. Dies würde auf eine Verjährung nach maximal 25 statt wie bisher 20 Jahren hinauslaufen.

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